24.07. die Postkarte ist da!

12.06. Im Morgenmagazin von Radio Corax

Das Radio-Gespräch im Morgenmagazin von Radio Corax gibt einen guten Überblick über die Arbeit am Bauschild und kann nachgehört werden auf
http://freie-radios.net/56553
Dort ist auch folgender Begleittext zu finden:

In Leipzig kommt man momentan kaum um ihn herum: Richard Wagner ist allerorten. Das mag daran liegen, dass man auch in Leipzig ein Richard-Wagner-Gedenkjahr ausgerufen hat. Passender Marketing-Spruch dazu: „Richard ist Leipziger“. Per Du mit Richard: Mehr Anbiederung geht kaum. Da gehört dann auch eine „kritische“ Auseinandersetzung mit Wagner schon fast zum Marketingkonzept – wenn mans nicht übertreibt.

In diesem Spagat zwischen Stadtmarketing und Auseinandersetzung mit dem Wagnerdiskurs hat sich D. J. bewegt. Ihreszeichens Künstlerin, versuchte sie, eine Auseinandersetzung mit einem der vielen an Wagner gemahnenden Orte zu provozieren: dem Richard-Wagner-Hain in Leipzig, dem nie ganz fertig gewordenen „Nationaldenkmal“…

7.06. Sanktions-Androhung des Amtes


Sehr geehrte Frau J.,

nach einer offiziellen Information des Stadtordnungsdienstes wurde an einem Lampenmast im östlichen Teil des Richard-Wagner-Hains ein Einkaufswagen an dem ein Bauschild befestigt wurde, angeschlossen.
Ich bitte Sie herzlich, dafür zu sorgen, dass diese Konstruktion umgehend von Ihnen entfernt wird. Sie vermeiden damit unnötigen Ärger und mögliche Sanktionen.
In meiner Mail vom 7. Mai hatte ich Ihnen ausführlich dargestellt, warum diese Installation an diesem Ort nicht aufgestellt werden kann.
Dass Sie sich darüber einfach hinweggesetzt haben verwundert mich doch sehr.

2.06. Finissage der Ausstellung

Die Ausstellung „Orte, die man kennen sollte“ war am 2.06. offiziell vorbei. Abschließend gab es eine anregende Diskussion, die sich auch mit der Frage nach künstlerischer NS-Aufarbeitung und den damit zusammenhängenden(?) Ablehnungen beschäftigt hat.
Da die Ausstellungswochen zu kalt für die BesucherInnen des Richard-Wagner-Haines waren, entschied ich mich die „Ausstellungszeit“ des Bauschildes zu verlängern…

Nach einem Anruf von einer entsetzten Bürgerin in der HGB, statt bei der Kripo und mehreren aufgeregten Reaktionen wurde mir dann die Unterstützung durch den Rahmen des Austellungsprojektes versagt: das Bauschild werde zu einer privaten Arbeit, dadurch, dass die Ausstellung beendet sei.

29.05. LVZ „Artikel“

Im Kulturteil der LVZ wird das Bauschild „enttarnt“. Die Bildunterschrift des fotografierten Schildes lautet:
Künstlerisch getürkte Bau-Ankündigung
für das Wagner-National-Denkmal.